Termine im raumwerk

Mehrmals im Jahr finden im raumwerk Ausstellungen mit Künstlern, Kunsthandwerkern und Designern statt.
Daneben öffnen wir unsere Räume für Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen.


Archiv vergangener Veranstaltungen

Dreimühlentage 2018 
Design + Handwerk
im Dreimühlenviertel

22. / 23. / 24. Juni 2018

Freitag 22. Juni | 17 –   20 Uhr
Samstag 23. Juni | 11 – 18 Uhr
Sonntag 24. Juni | 14   – 18 Uhr
Sonntag nur Schautag, kein Verkauf.

raumwerk zu Gast
bei t
illy de lux

Dreimühlenstraße 10
80469 München

raumwerk zeigt eine Auswahl individueller Möbelstücke, ausgewähltes Kunsthandwerk und weitere Lieblings- und Einzelstücke. Darunter passend zu den Werken der Gastgeberinnen von tilly de lux: handgefertigte Lederwaren aus Brandenburg, Papier-Taschenkunstwerke aus Österreich und individuelle Sommertücher. Der Werktisch von tilly de lux ist eine Anfertigung von less-design, der eigenen Kollektion von raumwerk.

Die Manufaktur tilly de lux ist erst seit Kurzem im Dreimühlenviertel zu finden. Andrea Werner und Nadja Fürst-Weber arbeiten nach den Regeln des anspruchsvollen Schneiderhandwerks. Sie bieten individuelle Maßanfertigungen, stil- und typgerechte Beratung sowie ausgewählte Stoffe und Qualitäten: vom Tageskleid bis zum Kleid für den festlichen Auftritt und schönsten Tag im Leben einer Frau.
tillydelux.de 

Weitere Informationen
zu allen Ausstellern 

www.dreimuehlentage.de


Lesung #7

Freitag, 08. Juni 2018 | 20 Uhr

Szenische Lesung  
Es spricht und spielt

Martin Pfisterer
WIR IM FINALE
von Marc Becker

Eine aberwitzige Fußballshow
zum Auftakt der WM 18

1 Schauspieler = 5 Stimmen + 1 Chor = 6 Figuren = 90 Min Wahnsinn = 3:2 nach 0:2 = Sieg!

Eine groteske Satire über der Deutschen liebstes Spiel:
Fußball als Schlacht …
Ein aberwitziges Feuerwerk aus Kommentatorengesülze, Biertischbesserwisserei,
geheimen Männerwünschen, Deutschtümelei, Trainerstandpauken und Fankurvengegröle.

www.martin-pfisterer.de

Beginn 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr)

Eintritt
10 Euro (Abendkasse)
Der Eintritt kommt dem Künstler zugute.

Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung unter


raumwerk #5

Ausstellung

Thomas Heyl Malerei

Ausstellungsdauer 
15. März 2018 – 28. April

 

»In den Bildern von Thomas Heyl eröffnen sich Räume, die uns vertraut vorkommen, für deren Erscheinungen wir aber bei aller Vertrautheit keine Begriffe haben … Es ist, als befinde man sich im Zustand des Erlernens einer Sprache, wo sich eine allumfassende fluide Welt in ihre Begriffe zu materialisieren beginnt und dabei für einen seltsam langen Augenblick in diesem zögernden und tastenden Zwischenzustand verbleibt.« (Franz Schneider)

Thomas Heyl zeigt neue Bilder auf Papier. Seine Malerei suggeriert auf der einen Seite eine gegenständlich lesbare Welt, die sich auf der anderen Seite durch die sichtbare Materialität der Malspuren selbst hinterfragt. Die Spannung zwischen Illusionismus und dessen Auflösung wird noch gesteigert, wenn Thomas Heyl das Papier durch Schnitte und Risse aus seiner Rolle als passiver Bildträger richtiggehend »herausreißt« und zu einem aktiven Bildelement macht.


Zu Gast im raumwerk

Umbral / Threshold

Dauer der Ausstellung 08. – 10. März 2018
Opening Donnerstag 08. März | 15 h

How soft is a goodbye on the threshold?
How many words suspended in the air lie there?
How do we measure the temperature of missing someone?
Is it possible to breathe the memory of a hug?
Is the threshold the measure of the cold distance? 
How much affection and compassion are there in an elusive gaze?
And if those eyes no longer exist, what is left?
Is knowing of the existence of a threshold the only answer?
How far can we cross the threshold of surrender without leaving a mark also on the other?
Will the splinters be the smallest but the most painful wounds?
Is it possible to see the bubble that anticipates boiling?
How much detachment does iron need to be lava?…..
How much can we give ourselves without melting… How much?
without leaving a mark on another body?  without etching it into the skin?
What smell does the mist have at dawn?
How does the aroma become immortal in our memory? ….
Can the spirit travel the universe without forgetting its responsibility to inhabit a body?
When is a soul more palpable than a body?
Why flowers smell so bad in a graveyard?
Is not decomposition the bitter prelude to birth?
How many can faith be recycled?
How many tests do we need in order to believe?
And if it turns out that we are always on the threshold?

Challenging different thresholds 5 Argentine Jewellers, question what seems to be accepted as the finitude, the solidity of the matter, the beliefs or the expected denouement of a story.

Luz Arias,Melted Frío”: We are all melted inside. Cold and the dryness keep us apart. With inner fire.

Carolina Bernachea,Bicephalas”: Two points of view united by subtle threads. A tunnel we are reluctant to enter whose process compresses us, renders us defenseless.

Cecilia Capisano,Minimalism”: Less indifference… more transformation, less materialism… more spirit, less ambition… more peace.

Mercedes Castro Corbat, “Vanitas”: The intention to see the future work of decomposition, prefigured by the force of light.

Micaela Mornaghi, “Bones”. Invisible but sensitive line of a crack. There is a before and after of a healing process that alchemically reconstructs to resurge. There’s an awakening.


Lesung #5

Freitag, 26. Januar 2018 | 20 Uhr

Sprecher

Martin Pfisterer
Hans Platzgumer
AM RAND
erschienen im Paul Zsolnay Verlag

Wozu ist man fähig in der Überzeugung, das Richtige zu tun? 

Ein Mensch steigt früh am Morgen auf einen Berg. Sobald es dunkel ist, will er einen letzten Schritt tun. Schon immer lagen der Tod und das Glück für Gerold Ebner nah beieinander. Als Kind hat er seinen ersten Toten gesehen. Später hat er zwei Menschen eigenhändig den Tod gebracht: Er erlöste seine Mutter vom terrorisierenden Großvater und seinen besten Freund von dessen Leiden. Doch ist er damit zum Mörder geworden? Noch einmal entscheidet sich Gerold gegen das Gesetz und findet so sein eigenes Glück, das ihm der Tod wieder nimmt … Fesselnd bis zum Schluss schildert der Ich-Erzähler die Ereignisse, die ihn an den Rand eines Felsens geführt haben.
Aus dem Klappentext, Buch erschienen im Paul Zsolnay Verlag/Hanser-Literaturverlage .

»Ein fesselnder, bewegender und unausweichlicher Roman von Hans Platzgumer« … Am Rand war nominiert für denDeutschen Buchpreis 2016

www.martin-pfisterer.de

Eintritt
10 Euro (Abendkasse)
Der Eintritt kommt dem Künstler zugute.

Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung unter


raumwerk #4

Ausstellung

Ludwig Arnold Bilder

Ausstellung verlängert – mit zwei neuen Bildern 
bis 3. März  2018

 

Ludwig Arnold Bilder

Die Motive in der Malerei von Ludwig Arnold stehen alle gleichberechtigt nebeneinander – Landschaften, Skylines, Straßenfluchten, Flugzeuge, Autos, Tiere Pflanzen, Bäume und Wälder. Der Farbauftrag erfolgt in schwungvollen, breiten Pinselstrichen, die sich erst bei entsprechendem Abstand plastisch zum Bildmotiv zusammenfügen. 

Als Vorlage für seine Motive wählt der Maler Fotos aus einem Fundus, den er über die Jahre aus Zeitungsartikeln und Werbeanzeigen gesammelt hat. Diese Fotos sind aufgrund ihrer Zweckgebundenheit schon entsprechend plakativ, bebildern etwas klischeehaft. Daraus wählt er das für ihn Wesentliche, manchmal auch nur ein Detail, das wie ein Close up herangezoomt wird. Dem Betrachter bleibt es dann überlassen, das Motiv imaginär zu ergänzen. Eine häufig gestellte Frage an den Maler gilt dem dargestellten Ort, weil wir trotz der skizzenhaften Ausführung bekannte Landschaften oder Stadtsilhouetten zu erkennen meinen. Aber sämtliche Arbeiten sind »ohne Titel«, denn es geht nicht um die Wiedergabe von etwas Konkretem, sondern um »Peinture«, um die Malerei als Akt des Malens an sich, um die Wiedergabe von Licht und Farbe. Die Motive fungieren als Träger, die Farbigkeit ist allerdings sehr wichtig. Einzelne Motive werden in verschiedenen Tönen repetiert und erzeugen unterschiedliche Stimmungen, zeigen andere Lichtverhältnisse, entfalten in wechselnden Formaten eine neue Wirkung. In der Wiederholung zeigt sich neben der Reduktion auf wenige gestische Striche eine Haltung, die Ludwig Arnolds Malerei in die Nähe der Zen-Kalligraphie rückt. Dort wird ein Sujet mit wenigen Pinselstrichen erfasst. Dies übt der Zen-Meister sein Leben lang, in meditativer Wiederholung, bis zur Vollkommenheit. Diese Haltung findet sich in der ebenfalls sehr kontemplativen Verdichtung auf den Bildern Ludwig Arnolds. Mit seinen Motiven und Farben bleibt er jedoch ganz in der westlichen Kultur verwurzelt. Ironisch spielt Ludwig Arnold mit der Wahrnehmung des Betrachters. Dieser darf, wenn er sich genügend Zeit für die Bilder des Malers nimmt, beglückt eine Auszeit von der täglichen Bilderflut genießen.


Lesung #6

Freitag, 13. April 2018 | 20 Uhr


Foto: Severin Vogl

räumen und reisen
eine Lese-Performance von und mit
Ruth Geiersberger

Texte u.a. von Xavier de Maistre, Yoko Ogawa,
Georges Perec und Hans Arp

… in Ihrer so eigenen Art und Weise konfrontiert Ruth Geiersberger den Zuhörer mit Text im Raum, mit Raum im Text …
eine Reise der besonderen Art

 

www.verrichtungen.de

Eintritt
10 Euro (Abendkasse)
Der Eintritt kommt der Künstlerin zugute.

Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung unter


Lesung #4

Freitag, 06. Oktober 2017 | 20 Uhr

Sprecher
Dimitri Hartmann & Martin Pfisterer

Interviews von André Müller mit
Bernhard Minetti, Hans-Jürgen Syberberg und Claus Peymann


Der Journalist André Müller, 1946 in Brandenburg geboren, 2011 in München verstorben, wuchs in Wien auf und studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte. Seit 1975 erschienen seine aufsehenerregenden Interviews, vor allem in der ZEIT, dem Stern, der Weltwoche, im SPIEGEL und im Playboy.
»Ich verlange in einem Interview alles von mir«, gestand André Müller, der als Meister des literarischen Verhörs gilt. Mit seiner direkten Art, nach den intimsten Dingen zu fragen – über das Leben, die Liebe, den Tod –, brachte er seine Gesprächspartner dazu, sich um Kopf und Kragen zu reden, und schuf selbst Literatur. Durch Fragen, Reden, Zuhören.

… und ein Dramolett von Thomas Bernhard aus:
Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen

www.martin-pfisterer.de

Eintritt
12 Euro (Abendkasse)
Der Eintritt kommt den Künstlern zugute.

Reservierung 
Wir bitten um Anmeldung unter 

 


raumwerk #4

Ausstellung

Ludwig Arnold Bilder
Cornelius Réer Glas

Ausstellungsdauer
23. November 2017 – 20. Januar  2018

 

Cornelius Réer Glas

Cornelius Réer  absolvierte eine Glasmacher-Lehre in der Industrie und war im Anschluss daran als Assistent in verschiedenen internationalen Werkstätten tätig. Nach Abschluss seines Studiums am International Glass Centre, Brierley Hill in Großbritannien, machte er sich mit einer eigenen Kollektion selbständig. Seit 2008 betreibt er eine Werkstatt für Glasschmelze in Nürnberg. Kennzeichnend für die von Cornelius Réer entwickelte Designsprache sind subtile Farbgebung, Funktionalität und markante Formgebung. Damit zählt er zu den wohl innovativsten Glasmachern Deutschlands.

Wer einmal die »Crunch« Gläser von Cornelius Réer in die Hand genommen oder gar daraus getrunken hat, wird kein anderes Glas mehr nutzen wollen. Die Leichtigkeit des Materials, die »handliche« Form – diese wird bei der Herstellung dem Becher eingedrückt – die Brillanz des Glases, für das Cornelius Réer eine besondere Zusammensetzung wählt und die farbigen Ränder machen aus diesen Handschmeichlern Lieblingsobjekte.

Cornelius Réer arbeitet auch mit der alten Incalmo Technik, bei der zwei oder mehr Glaselemente miteinander verbunden werden. Dies erfordert eine hohe Präzision und wird nur noch selten ausgeführt. Die zweifarbigen Vasen und Schalen werfen je nach Lichteinfall bunte Schatten.

Seine »Dots« – doppelwandige Objekte mit einem Punkt können an der Wand als bunte Reliefs hängen, auf dem Tisch werden sie als Schalen genutzt.

Die »Same Same« Serie, die Cornelius Réer in Zusammenarbeit mit der Produkt Designerin Laura Jungmann entwickelt hat, liegt voll im Trend des »upcyclings«: Aus Industrieglas – alten Mineralwasser- und Weinflaschen entstehen neue Wasserkaraffen, Gläser und Vasen. Auch hier kommt die handwerkliche Expertise Réers zum tragen. Das Ausgangsmaterial, industrielles Pressglas, ist viel spröder als die Gläser, die manuell verarbeitet werden. 2016 wurde die Same Same Karaffe No. 02 mit einem »Red Dot Design Award« ausgezeichnet.

Als neuestes Objekt hat Réer nach dem Design von Hanna Lithwin und Romin Heide / Büro Famos, ein Windlicht entwickelt. Mit der im Glas eingehängten Halterung kann die Kerze zum Anzünden ganz einfach aus dem Glas gehoben werden. 

 

Ludwig Arnold Bilder

Die Motive in der Malerei von Ludwig Arnold stehen alle gleichberechtigt nebeneinander – Landschaften, Skylines, Straßenfluchten, Flugzeuge, Autos, Tiere Pflanzen, Bäume und Wälder. Der Farbauftrag erfolgt in schwungvollen, breiten Pinselstrichen, die sich erst bei entsprechendem Abstand plastisch zum Bildmotiv zusammenfügen. 

Als Vorlage für seine Motive wählt der Maler Fotos aus einem Fundus, den er über die Jahre aus Zeitungsartikeln und Werbeanzeigen gesammelt hat. Diese Fotos sind aufgrund ihrer Zweckgebundenheit schon entsprechend plakativ, bebildern etwas klischeehaft. Daraus wählt er das für ihn Wesentliche, manchmal auch nur ein Detail, das wie ein Close up herangezoomt wird. Dem Betrachter bleibt es dann überlassen, das Motiv imaginär zu ergänzen. Eine häufig gestellte Frage an den Maler gilt dem dargestellten Ort, weil wir trotz der skizzenhaften Ausführung bekannte Landschaften oder Stadtsilhouetten zu erkennen meinen. Aber sämtliche Arbeiten sind »ohne Titel«, denn es geht nicht um die Wiedergabe von etwas Konkretem, sondern um »Peinture«, um die Malerei als Akt des Malens an sich, um die Wiedergabe von Licht und Farbe. Die Motive fungieren als Träger, die Farbigkeit ist allerdings sehr wichtig. Einzelne Motive werden in verschiedenen Tönen repetiert und erzeugen unterschiedliche Stimmungen, zeigen andere Lichtverhältnisse, entfalten in wechselnden Formaten eine neue Wirkung. In der Wiederholung zeigt sich neben der Reduktion auf wenige gestische Striche eine Haltung, die Ludwig Arnolds Malerei in die Nähe der Zen-Kalligraphie rückt. Dort wird ein Sujet mit wenigen Pinselstrichen erfasst. Dies übt der Zen-Meister sein Leben lang, in meditativer Wiederholung, bis zur Vollkommenheit. Diese Haltung findet sich in der ebenfalls sehr kontemplativen Verdichtung auf den Bildern Ludwig Arnolds. Mit seinen Motiven und Farben bleibt er jedoch ganz in der westlichen Kultur verwurzelt. Ironisch spielt Ludwig Arnold mit der Wahrnehmung des Betrachters. Dieser darf, wenn er sich genügend Zeit für die Bilder des Malers nimmt, beglückt eine Auszeit von der täglichen Bilderflut genießen.


raumwerk #3

 

Präsentation

unserer Partner
am Mittwoch, den 19. Juli 2017 ab 19 Uhr 

popstahl Küchen
Pirkelmann + Schmidt Möbel- und Küchenmanufaktur

 


Lesung #3

Freitag, 31. März 2017 | 20 Uhr

Sprecher

Martin Pfisterer
Thomas Bernhard
MEINE PREISE
Copyright 2009 Suhrkamp Verlag Frankfurt Am Main

Der 2009 erstmals publizierte Text ist für Bernhard- Liebhaber eine Sensation. Eine fulminante Prosakomödie auf dem höchsten Stand der Bernhardschen Kunst. Die absurden und grotesken Begebenheiten, zu denen sich die Umstände der ihm verliehenen literarischen Auszeichnungen entwickelten, werden vom großen Übertreibungskünstler schonungslos aufgedeckt … Schon die Annahme des Kleinen Österreichischen Staatspreises 1968 muss eine nahezu unerträgliche Qual für ihn gewesen sein. Allein, dass es nur der Kleine und nicht der Große Österreichische Staatspreis ist, bringt ihn auf. Diesen habe doch »schon jedes schreibende Arschloch bekommen«, dieser sei eine Gemeinheit für jeden Schriftsteller über dreißig, schreibt der damals 36 Jahre alte Bernhard, »und da ich schon beinahe über vierzig bin, ist er eine ungeheure Gemeinheit«. Die Fahrt zur Preisverleihung empfindet er wie eine »Fahrt zu einer Hinrichtung« und die Laudatio, die dann ein Minister auf ihn hält, bestätigt seine schlimmsten Befürchtungen. Dass er Abenteuerromane verfasse, muss er hören, dass er ein in Österreich zu Gast weilender Holländer sei und noch weitere in »Stumpfsinn gekleidete Falsifikate«.
Immerhin: Bernhard wehrt sich. Seine Dankesrede sorgt für einen Skandal. »Wir sind Österreicher, wir sind apathisch«, sagt Bernhard unter anderem, »wir sind das Leben als das gemeine Desinteresse am Leben …« Es folgen der Abgang des Ministers und seines Gefolges: fluchend, türenschlagend, Fäuste schüttelnd. Und anderntags Berichte in den österreichischen Zeitungen, in denen Bernhard als »Nestbeschmutzer« bezeichnet wird. Von nun an hat Bernhard seinen lebenslangen Ruf als Österreich-Beschimpfer und Heimathasser weg. Einen Ruf, den er leidenschaftlich pflegt. Noch zwei Tage vor seinem Tod 1989 verwahrt er sich testamentarisch »nicht nur gegen jede Einmischung, sondern auch gegen jede Annäherung dieses österreichischen Staates meine Person und meine Arbeit betreffend in aller Zukunft«.

www.martin-pfisterer.de

Eintritt
10 Euro (Abendkasse)
Der Eintritt kommt dem Künstler zugute.

Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung unter


raumwerk #2

Ausstellung

Christine Wagner Keramik
13 RUGS Teppichunikate

Ausstellungsdauer
11. Mai 2017 – 08. Juli  2017

Gebaute Gefäße

Ausgehend von den Grundformen Zylinder, Kubus und Quader baut und dreht Christine Wagner Objektvasen und Gefäße zu skulptural wirkenden Formen. Linien, Gitterstrukturen und Stempelabdrücke rhythmisieren ihre Flächen. Sie bilden ein Spannungsverhältnis zur strengen Architektur der Gefäße, die hauptsächlich in Plattenbautechnik oder durch das Verbinden schmaler Bänder entstehen. Ausgangspunkt und Mittel der Gestaltung ist die natürliche Schönheit und Haptik des Materials Ton. Durch den mal hauchdünnen, mal mehrschichtigen Auftrag von Engobe oder mit Eisenoxyden erzielt die Keramikerin unterschiedliche Farbnuancen und eine vielschichtige Oberflächenwirkung. »Das Spannende ist für mich die Variation von Volumen, Proportion und Oberfläche und schließlich das Zusammenspiel der Form, mit der sich im Brennprozess verändernden Materialität.«

 

Von der Webkante zum Kunstwerk

Die Teppiche von 13RUGS sind individuelle Kompositionen aus verschiedenfarbigen Webkanten. Diese Webkanten sind Produktionsüberschüsse und werden normalerweise nicht weiterverwendet. Bei 13RUGS werden sie in kunstvoller Handarbeit und in einem mehrstufigen Filzverfahren zu Teppichen mit spannenden Farbverläufen. Es entstehen textile Kunstwerke für den Boden und die Wand. Das »Upcycling« der Webkanten zu Teppichen ist ökologisch genauso nachhaltig, wie der natürlich nachwachsende Rohstoff Wolle. Und dass die Produktion nicht in Asien, sondern im heimischen Geretsried erfolgt, ist selbstverständlich und unterstreicht das Werteverständnis von 13RUGS. Gegründet wurde die Teppichmanufaktur 13RUGS von Tina Wendler, der Mitinhaberin der Wollweberei rohi und der Mode- und Textildesignerin Lara Wernert. Für ihr Konzept wurden die beiden 2016 mit dem ersten Platz des Materialpreises in der Kategorie Ökologie ausgezeichnet. »Jeder Teppich erzählt eine kleine Geschichte und hat seinen eigenen Charakter, in dem man immer wieder neue Facetten entdeckt«, sagt Lara Wernert, die den Entwurf auf Anfrage auch individuell mit den Ideen und Vorstellungen des Kunden entwickelt.

 


Anlässlich der mcbw 2017
ist keum art projects zu Gast
mit der Ausstellung

The Room of Desires
A joyful interplay of artworks,
crafts and design products from Korea and Germany

Ausstellungseröffnung
Montag, 06. März 2017 um 16 Uhr

Öffnungszeiten
Do – Fr  14 – 19 Uhr
Samstag  11 – 14 Uhr

Ausstellungsdauer
06.03.2017 – 01.04.2017

 

Während in Europa ausgehend vom 16. Jahrhundert an vielen Fürstenhöfen Kunst- und Wunderkammern entstanden, war in Korea im 18. Jahrhundert die Darstellung eines virtuellen Bücherregals sehr beliebt. Chaekgado heißt diese Gattung in der koreanischen Malerei, ein gemaltes Studiolo, das die Bücher und die Habseligkeiten eines Gelehrten in den Regalen aus verschiedenen Perspektiven darstellt. In Anspielung auf die Tradition des Chaekgado präsentiert »The Room of Desires« Objekte und Installationen von Künstlern und Designern, die Sehnsüchte und Träume unserer Gesellschaft versinnbildlichen und reflektieren. In »The Room of Desires« treffen Kunst und Design aufeinander, treten miteinander in Dialog und verwandeln die Tradition des Chaekgado in eine Wunderkammer unserer Gegenwart.

www.keumprojects.com
www.mcbw.de

Artikel über die Ausstellung: smow-blog


Lesung #2

Freitag, 20. Januar 2016 | 20 Uhr

Sprecher
Dimitri Hartmann & Martin Pfisterer sprechen

DER BRIEFWECHSEL


zwischen Siegfried Unseld & Thomas Bernhard

Rudolf bereitet sich seit einem Jahrzehnt auf eine große Arbeit über seinen Lieblingskomponisten Felix Mendelssohn Bartholdy vor. Nachdem er zuerst durch den Besuch seiner ihn beherrschenden Schwester und dann, nach ihrem Weggang, durch die Furcht, sie könne wieder zurückkommen, am Schreiben des ersten Satzes seiner Studie gehindert wird, quält ihn die »Hölle des Alleinseins«. Er flieht aus dem österreichischen Winter nach Palma, wo ihn bei seinem letzten Aufenthalt vor eineinhalb Jahren eine junge Frau angesprochen hat. Endlich eine Reihe von ersten Sätzen für seine Arbeit im Ohr, bestimmt ihn nun ruhelos und vollkommen das Schicksal dieser Frau …

www.martin-pfisterer.de

Eintritt
10 Euro (Abendkasse)
Der Eintritt kommt dem Künstler zugute.


Lesung #1

Freitag, 16. September 2016 | 20 Uhr

Sprecher
Martin Pfisterer (Sprecher und Schauspieler)

Thomas Bernhard


BETON

Rudolf bereitet sich seit einem Jahrzehnt auf eine große Arbeit über seinen Lieblingskomponisten Felix Mendelssohn Bartholdy vor. Nachdem er zuerst durch den Besuch seiner ihn beherrschenden Schwester und dann, nach ihrem Weggang, durch die Furcht, sie könne wieder zurückkommen, am Schreiben des ersten Satzes seiner Studie gehindert wird, quält ihn die »Hölle des Alleinseins«. Er flieht aus dem österreichischen Winter nach Palma, wo ihn bei seinem letzten Aufenthalt vor eineinhalb Jahren eine junge Frau angesprochen hat. Endlich eine Reihe von ersten Sätzen für seine Arbeit im Ohr, bestimmt ihn nun ruhelos und vollkommen das Schicksal dieser Frau …

www.martin-pfisterer.de

Eintritt
10 Euro (Abendkasse)
Der Eintritt kommt dem Künstler zugute.


raumwerk #1

Ausstellung

Martina Pape und Andreas Stöhrer
Malerei

Ausstellungsdauer
22. Juni – 24. September  2016


Ausstellung

preopening zur
mcbw 2016

Lichtlauf
Licht Licht Licht
Zu sehen ist die Lichtlauf Kollektion sowie Neuheiten und Lichtobjekte.

Ausstellungseröffnung
Montag, 06. März 2016

Öffnungszeiten zur mcbw
24. Februar – 27. Februar
18 – 21 Uhr

Ausstellungsdauer
Die Lichtlauf Kollektion ist in wechselnden Ausstellungen
dauerhaft präsent im raumwerk.


Kooperationspartner